Fussverkehrsförderung

Das Bild zeigt die Bahnhofspassarelle in Horgen.

Dem Fussverkehr kommt – neben dem Veloverkehr – insbesondere bei der Bewältigung von kurzen Distanzen im Alltagsverkehr und als Mittel zur aktiven Erholung eine besondere Bedeutung zu. In Kombination mit dem öffentlichen Verkehr ist der Fuss- und Veloverkehr zudem Bestandteil von attraktiven und umweltfreundlichen Transportketten auch über längere Distanzen. Der Kanton Zürich unterstützt die Ziele des Bundes zur Anhebung des Anteils des Fuss- und Veloverkehrs am Gesamtverkehr. Grosse Potenziale im Alltag weist der Fussverkehr vor allem bei Distanzen unter einem Kilometer auf.

In der Legislatur 2015–2019 wird ein Fokus auf den Fussverkehr gelegt. Zu Handen des 3. Agglomerationsprogrammes wurde ein Massnahmenplan Fussverkehr erarbeitet, die Arbeiten werden für das 4. Agglomerationsprogramm fortgesetzt (Zürcher Regierungsrat, Richtlinien der Regierungspolitik 2015 –2019; Massnahme RRZ 6.1.e).

Massnahmenplan Fussverkehr

Der Massnahmenplan Fussverkehr wurde an der Fachtagung ASTRA/Fussverkehr Schweiz vom 11. Juni 2015 vorgestellt.

Bedeutung des Fussverkehrs

Fuss- und öffentlicher Verkehr nehmen im Grossraum Zürich eine sehr starke Position ein. 47% aller Etappen und 38% der täglichen Unterwegszeit werden zu Fuss zurückgelegt. Die durchschnittliche Distanz liegt bei 2,2 km pro Tag. Das ist ca. 8% mehr als der Schweizerische Durchschnitt von 2,0 km.

ÖV-Güteklassen

Die Erschliessungsqualität wird durch dieKombination von Fussverkehr (Distanz zur nächsten Haltestelle) und dem Angebotdes öffentlichen Verkehrs bestimmt. Die ÖV-Güteklassen sind die Grundlage für die Siedlungsentwicklung. Je besser die ÖV-Erschliessung, desto eher werden kombinierte Wege Fussverkehr / öffentlichen Verkehr zurückgelegt.

Gesundheits- und Bewegungsförderung

 Gesundheit kann im Alltag gefördert werden. Zufussgehen ist gesund, lustvoll und unspektakulär. Die Gesundheitsförderung des KantonsZürich fördert den kombinierten Ansatz «Bewegung, Ernährung, Entspannung» mitdiversen Kampagnen und Verhaltenstipps, beispielsweise folgende:

  • Steigen Sie aus. Zwei Stationen früher. Bewegung entspannt.
  • Gehen Sie. Einkäufe in der Nähe können zu Fuss erledigt werden.

Flâneur d‘Or

Mit dem «Flâneur d'Or – FussverkehrspreisInfrastruktur» prämiert «Fussverkehr Schweiz Infrastrukturen, Wege und Plätze im öffentlichen Raum, die zum Flanieren einladen, sowie direkte, attraktive undsichere Fusswegverbindungen. Der Wettbewerb wird unterstützt vom Bundesamt für Strassen (ASTRA) und weiteren Partnern. Prämiert werden Massnahmen, welche die Qualität, Attraktivität und Sicherheit des Zufussgehens erhöhen. Der Preis wird alle 3 Jahre verliehen. 2014 ging der Preis an die Flankierenden Massnahmen zur Westumfahrung Zürich. Die flankierenden Massnahmen zeigen beispielhaft, wie mit einem ganzen Strauss an Eingriffen die Chance einer Verkehrsentlastung als Steilpass für neues Leben ineinem Quartier genutzt werden kann.