Agglomerationsprogramme 1. Generation

Das Bild zeigt die Glattalbahn.

Der Regierungsrat des Kantons Zürich erteilte mit RRB Nr. 528/2003 der Volkswirtschaftsdirektion und der Baudirektion den Auftrag, bis Ende 2005 für die Stadt Zürich und die Regionen Winterthur und Umgebung, Glattal sowie Limmattal regionale Gesamtverkehrskonzepte (rGVK) zu erarbeiten. Diese rGVK dienten als Grundlage für das Agglomerationsprogramm 1. Generation.

Als Zusammenfassung der rGVK zeigt das Agglomerationsprogramm 1. Generation die konkrete Umsetzung der Strategie Agglomerationsverkehr in den einzelnen Regionen, die prioritären Massnahmen und den Weg zu deren Umsetzung auf. Sie sind zwar auf die angestrebte Siedlungsentwicklung abgestimmt, umfassen jedoch schwergewichtig Instrumente und Massnahmen im Sachbereich Verkehr. In den untersuchten Räumen soll die Entwicklung zu Stadtlandschaften von hoher urbaner Qualität unterstützt werden.

Innerhalb des Perimeters des Agglomerationsprogramms wurden verkehrliche Massnahmen definiert. Aufgrund der zentralen Bedeutung der S-Bahn für die Erschliessung des Lebens- und Wirtschaftsraums Zürich gehören die Ausfinanzierung der Durchmesserlinie und die 4. Teilergänzung S-Bahn zu den wichtigsten Projekten im Agglomerationsprogramm 1. Generation. Im Rahmen der regionalen Verkehrssteuerungen in den urbanen Räumen Glattal, Limmattal und Winterthur werden betriebliche Massnahmen vorgesehen, mit deren Hilfe die Verkehrsqualität des motorisierten Individualverkehrs (MIV) und des ÖV in diesen intensiv genutzten Gebieten deutlich verbessert werden kann. Zudem sind erhebliche Verbesserungen für den Fuss- und Veloverkehr geplant. Die Umsetzung der prioritären Massnahmen im Entwicklungsgebiet Oberwinterthur erlaubt es, eine dynamische Siedlungsentwicklung dieses für Winterthur wichtigen Zentrumsgebiets verkehrsmässig und siedlungsverträglich zu bewältigen. Das QUARZ-Programm in der Stadt Zürich sorgt für die Aufwertung von Quartierzentren.

Mit RRB Nr. 1697/2007 wurde das Agglomerationsprogramm Siedlung und Verkehr Kanton Zürich beschlossen und dem Bund zur Mitfinanzierung der darin enthaltenen Massnahmen eingereicht. Der Bund hat die von den Kantonen eingereichten Agglomerationsprogramme geprüft und bewertet, woraus sich die Finanzierungsbeiträge ergeben. Massnahmen werden vom Bund dann mitfinanziert, wenn sie ein entsprechend gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis aufweisen und zwischen 2011 und 2014 bau- und finanzierungsreif sind. Aufgrund der
Programmwirkung hat der Bund einen Beitragssatz von 35% (bei der Durchmesserlinie als dringliche Massnahme sogar 50%) an die mitfinanzierten Massnahmen(-pakete) festgelegt. Für die 13 Massnahmen(-pakete) des Agglomerationsprogramms 1. Generation können somit Bundesbeiträge von bis zu 403 Mio. Franken beantragt werden.