Agglomerationsprogramme des Kantons Zürich

Das Bild zeigt einen Autobahnabschnitt im Kanton Zürich.

Der Kanton Zürich ist Träger der Agglomerationsprogramme Stadt Zürich/Glattal, Winterthur und Umgebung sowie Zürcher Oberland. Zudem ist der Kanton Zürich zusammen mit dem Kanton Aargau Träger des Agglomerationsprogramms Limmattal und nimmt als Mit-Träger an den Agglomerationsprogrammen Obersee und Schaffhausen teil.

Der Kanton Zürich hat 2007 sein erstes Agglomerationsprogramm, 2012 die 2. und 2016 die 3. Generation beim Bund eingereicht. Viele Massnahmen der ersten beiden Programme befinden sich derzeit in Umsetzung oder sind bereits realisiert.

Die Agglomerationsprogramme des Bundes

Gemäss Infrastrukturfondsgesetzt (IFG) richtet der Bund aus dem Infrastrukturfonds Beiträge an Verkehrsinfrastrukturen des Agglomerationsverkehrs aus. Dies macht er von einer integrierten Planung in den Bereichen Verkehr, Siedlung und Umwelt abhängig. Im Bundesgesetz über die Verwendung der zweckgebundenen Mineralölsteuer und der Nationalstrassenabgabe (MinVG) ist festgehalten, dass die Trägerschaften in den Agglomerationsprogrammen nachzuweisen haben, dass und wie sie die Voraussetzungen für Bundesbeiträge erfüllen. Ein Agglomerationsprogramm ist ein langfristiges Planungsinstrument, das periodisch überarbeitet wird. Es umfasst inhaltlich und zeitlich koordinierte und priorisierte Massnahmen zur Lenkung der Siedlungsentwicklung sowie infrastrukturelle und betriebliche Massnahmen der verschiedenen Verkehrsträger eines ganzen Agglomerationsraums.

Strategie des Kantons Zürich für den Agglomerationsverkehr

Mit RRB 1638/2004 verabschiedete der Regierungsrat des Kantons Zürich die «Strategie für den Agglomerationsverkehr». Die Strategie orientiert sich an einer Reihe von Zielen. Insbesondere soll der ÖV mindestens die Hälfte des Verkehrszuwachses übernehmen. Der Anteil des Fuss- und Veloverkehrs ist ebenfalls zu erhöhen. Verbesserungen der Verkehrsqualität, Verkehrssicherheit, der Siedlungs-, Landschaftsqualität und Umweltbedingungen sowie der Zugänglichkeit der Verkehrsmittel sind weitere Wirkungsziele. Diese sollen unter anderem erreicht werden, indem Zentren und Entwicklungsgebiete besser mit ÖV erschlossen werden, der Fuss- und Veloverkehr gefördert und ein integriertes Verkehrsmanagement umgesetzt wird.