Fil Bleu Glatt: Massnahmen zur Aufwertung des Glattraums

27.04.2018 - Medienmitteilung

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Temporäres Element an der Glatt in Opfikon

Die Städte Dübendorf, Opfikon und Zürich, die Gemeinde Wallisellen, die Zürcher Planungsgruppe Glattal und der Kanton Zürich wollen den Raum entlang der Glatt in den nächsten Jahren schrittweise aufwerten. Grundlage dafür ist das gemeindeübergreifende Gesamtkonzept «Fil Bleu Glatt». Als erste Massnahmen haben die Städte Opfikon und Zürich temporäre Sitzgelegenheiten und Liegen an der Glatt platziert.

Die Glatt zieht sich wie ein blauer Faden durch eine der dynamischsten Regionen der Schweiz. Durch die zunehmende Verstädterung des Glattals steigt der Bedarf an siedlungsnahen Erholungs- und Grünräumen. Die Antwort auf diese Herausforderung heisst «Fil Bleu Glatt», ein Gesamtkonzept zur Aufwertung der Stadtlandschaft und der Freiräume zwischen Dübendorf und Opfikon. Das raumübergreifende Konzept wird getragen von den Gemeinden Dübendorf, Opfikon, Wallisellen und Zürich, der Zürcher Planungsgruppe Glattal sowie vom Kanton Zürich.

Die Projektpartner liessen 2013 und 2014 ein Freiraumkonzept für den Glattraum erarbeiten. Zum Abschluss der Konzeptphase unterzeichneten sie im April 2015 eine gemeinsame Absichtserklärung. Darin ist festgehalten, dass entlang der Glatt eine gemeindeübergreifende Gebietsplanung erarbeitet werden soll. Die koordinierte Planung berücksichtigt die Bedürfnisse im wachsenden Stadtraum: siedlungsnahe Erholungsgebiete, Fuss- und Velowege, Natur- und Landschaftsschutz, Hochwasser- und Gewässerschutz.  

Identitätsstiftendes Naherholungsgebiet für das Glattal

Die unterschiedlichen Bedürfnisse, die Ideen und Vorhaben der Gemeinden sowie des Kantons sind in das Gesamtkonzept «Fil Bleu Glatt» eingeflossen. Mit aufeinander abgestimmten Massnahmen soll der Glattraum in den nächsten Jahren schrittweise aufgewertet werden:

  • Die Uferstreifen werden mit der Festlegung des Gewässerraums für künftige Generationen erhalten.
  • Der Glattuferweg soll bis 2026 zu einer regionalen Verbindungsachse für Fussgänger und Velofahrer ausgebaut werden. Die Velo- und Fusswege werden zudem mit den angrenzenden Freiräumen und Erholungsgebieten vernetzt.
  • Der siedlungsnahe Erholungsraum an der Glatt wird durch parkähnliche Abschnitte und bessere Zugänge zum Wasser attraktiver.
  • Durch die Vernetzung der Lebensräume für Pflanzen und Tiere entlang der Gewässer soll der ganze Raum ökologisch aufgewertet werden.

Damit erhält die Wachstumsregion Glattal ein identitätsstiftendes Naherholungsgebiet.

Temporäre Elemente als Vorboten des Fil Bleu Glatt

Die Gesamtprojektleitung für die Umsetzung des «Fil Bleu Glatt» hat das Amt für Verkehr des Kantons Zürich (AFV) übernommen. Das AFV gab 2017 eine Machbarkeitsstudie in Auftrag. Sie soll aufzeigen, wie der Glattuferweg abgestimmt auf die gesetzlichen Vorgaben und die örtlichen Gegebenheiten umgesetzt werden kann. Nach einer breiten Vernehmlassung soll die Machbarkeitsstudie bis Mitte 2018 abgeschlossen werden. Sie dient als Grundlage für die Ausscheidung des Gewässerraums für die Glatt und für die Projektierung des Fuss- und Veloweges, die 2018/19 gestartet wird.

Einzelne Elemente wie Aufenthaltsbereiche oder punktuelle Wasserzugänge können rasch und unabhängig von langfristigen Projekten umgesetzt werden. So sind kurzfristig Attraktivitätssteigerungen möglich, die später durch umfangreichere Vorhaben ergänzt werden. Als erste Massnahmen haben die Städte Opfikon und Zürich im April 2018 temporäre Sitzgelegenheiten und Liegen aus Holz entlang der Glatt aufgestellt. Im Herbst 2017 hat die Stadt Dübendorf zudem eine Plattform direkt an der Glatt realisiert. Diese Massnahmen schaffen neue Aufenthaltsorte entlang der Glatt und machen auf die Umsetzung des Gesamtkonzepts «Fil Bleu Glatt» aufmerksam:

Opfikon:

  • Linkes Glattufer Höhe Feuerwehrgebäude
  • Linkes Glattufer Höhe Sportplatz

Zürich:

  • Linkes Glattufer Höhe Haltestelle Orionstrasse
  • Rechtes Glattufer Höhe Aubruggweg
  • Linkes Glattufer Höhe Brücke Aubruggstrasse
  • Linkes Glattufer Höhe Glattstegweg
  • Linkes Glattufer Höhe Brücke Weststrasse
  • Überdeckung Glatt Nähe Liegenschaft Überlandstrasse 399

Weitere temporäre Elemente sind in Dübendorf und Wallisellen geplant.  

(Gemeinsame Medienmitteilung der Volkswirtschaftsdirektion Kanton Zürich mit den Städten Dübendorf, Opfikon und Zürich, der Gemeinde Wallisellen und der Zürcher Planungsgruppe Glattal)

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